DIE MODELLE. DIE HISTORIE. DER GRÜNDER. DAS THEMA. DIE ANDEREN.
Die Schiffe. Die Verkehrswelt. Die Berliner Villa. Die Zeit in Buer.
Die Zeit in Kiel.


  
 Zweiter Standort als Gebot der Nachkriegsgeschichte    

        

Nur wenige im Industrieauftrag bedruckte 1:40-Modelle wurden realisiert - dieser gilt als selten.

 


   
 WIKING-GRÜNDER BLIEBT SEINER KINDHEITSHEIMAT TREU
Die "Zweigstelle Kiel" wirkte von 1952 bis 1982
als wichtige Hintergrund-Produktion für Berlin

Der VW Käfer - im Maßstab 1:40 legendär! Zahlreiche Varianten sind bekannt. Dadurch entstand ein eigenständiges Sammelthema.

VW zählt seit eh und je zu den treuen Kunden von Wiking. Die 1:40-Modelle wurden in Kiel produziert und in die Werbeboxen konfektioniert.

Zum Gedenken an den Wiking-Gründer Friedrich Peltzer erschien nach seinem Tod der Daimler Motorwagen - das letzte Modell aus Kiel

Beim damals noch verglasungsfreien VW T1 mit Pritsche und Plane zählte der Spielwert. Dementsprechend bestückte Wiking den Bulli mit zeitgenössischem Ladegut.

DER GLÄSERNE KÄFER im Maßstab 1:40 war das wohl das schillerndste Modell, das in den drei Jahrzehnten der "Zweigstelle Kiel" produziert wurde. Denn VW in Wolfsburg setzte es lange Jahre mit Erfolg als hilfreiches Werbemittel ein. Unter der transparenten Karosse wurde die rote Inneneinrichtung, der silbergraue Boxermotor, aber auch das Lenkrad sichtbar. In den Folgejahren wurde der "Gläserne Käfer" anderswo immer wieder kopiert - wie sooft es in der Wiking-Geschichte erfolgreichen Modellen wiederfuhr.

Während in Buer die Nachkriegsjahre behelfsmäßig gemeistert wurden und Wiking die Produktion von Schiffsmodellen und Drahtachsern nachhaltig angekurbelte, entschloss sich Wiking-Gründer Friedrich Peltzer, alsbald einen zweiten Standort für die dauerhafte Produktion einzurichten. Der Grund lag auf der Hand: Die Erfahrung der Berlin-Blockade zeigte die Empfindlichkeit der angestammten Dependance. So entschloss sich Peltzer, seiner Kindheitsheimat die Ehre zu geben. An der Brückenstraße gleichen neben dem Werftgelände entstand in einem historischen Gemäuer ab 1951 der zweite Produktionsstandort. Bis 1982 sollten dort viele Millionen Modelle "vom Stapel" laufen. Freilich nicht nur Schiffe, sondern vor allem die Miniaturen im großen Maßstab gingen in Schleswig-Holsteins Metropole an den Start.

Die Brückenstraße 33 in Kiel: in einem heutigen Baudenkmal der kaiserlichen Werft produzierte Wiking Modelle. Foto: google-earth

DIE INDUSTRIEAUFTRÄGE für Volkswagen gingen direkt nach Wolfsburg, alle anderen Zulieferaufträge für die Berliner Zentrale "Unter den Eichen 101" wurden natürlich nach Berlin geliefert. Als letztes Modell entstand in Kiel der Daimler Motorwagen, der in Erinnerung an Wiking-Gründer Friedrich Peltzer nach dessen Ableben in den Handel kam. 1982 - in der Zwischenzeit war die Belegschaft in Kiel schon deutlich reduziert worden - ging dieses Kapitel der Wiking-Geschichte zu Ende, nachdem die Produktion auf den Standort Berlin konzentriert wurde.
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Literaturempfehlung zum Thema
Mehr Informationen und einen genauen Abriss der Historie findet sich übrigens im lesenswerten WIKING MAGAZIN 2006, das im Handel erhältlich ist.

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