DiE MODELLE. DIE HISTORIE. DER GRÜNDER. DAS AKTUELLE. DIE ANDEREN.
Die Drahtachser. Der große Maßstab. Die Werbemodelle. Die Spur N.


  
 Legenden im Modell    

 

Heute zählt der Autoschütter Zettelmeyer zu den Wiking-Klassikern aus alten Formen. Als er 1964 erstmals ins Programm kam, war er eine ganz und gar typische Miniatur: Robust, funktionell und formal ansprechend. Kein Wunder, dass der Autoschütter unterm Strich in einer Millionenstückzahl produziert wurde. Dabei blieb die Anzahl der Farben ungewöhnlich überschaubar..
 

 


   
 DIE GROSSE PHILOSOPHIE
Schlicht, robust und ganz nah am Leben:
Wiking-Modelle waren nie laut, nur leise

SIE WAREN nicht laut, sondern leise. Die Berliner Modellbauer griffen bis in die 70er-Jahre hinein zu einer sehr reduzierten Farbpalette. Das war wirtschaftlich, weil das Kunststoffgranulat so in großen Mengen geordert werden konnte. Den Wiking-Freund kümmerte das wenig. Die Zeit waren eben eine andere. Wiking gelang es in den Nachkriegsjahren mit "Groschenautos" die tristen Hinterhöfe zu beleben. Es waren die Kinder jener Nachkriegsgeneration, die dem Spielzeug anspruchsvoll gegenübertraten. Im Gegenteil. Wiking bedeutete Status. Es gab kaum etwas anderes. Da waren noch die Margarine- und Kaffeeautos - fensterlose Karossen mit einteiligen Kunststoffachsen. Zumeist unpräzise geformt, eben kein Vergleich zu Wiking.

Jede Zeit hatte bei Wiking ihre Vorbilder: Der Mercedes Benz mit kubischem Fahrerhaus war lange Jahre Programmstandard.

DIE KINDER von einst waren wer, wenn sie aus der Hosentasche eine Handvoll ihrer "Wikinger" hervorholten. Und sie hatten Spaß damit. Sammeln und tauschen, die große Autowelt mit kleinen Miniaturen erschließen. Die Wiking-Botschaft kam überall an. Das lag auch an der deutschlandweiten Distribution. Der Handel, der Wiking ins Drehdisplay auf die Theke oder die Glasvitrine stellte, wurde mit kontinuierlichen Abverkäufen belohnt. Wiking schuf Markentreue. So ursprünglich wie sie waren, so heiß begehrt sind sie geblieben.

Der Blick unters Fahrgestell ist Pflicht. Wiking-Modelle waren ständig einer Evolution unterworfen. In den 60er-Jahren waren vorbildgerechte Gravuren zu finden.
 

 

Ein Trio, das Spaß macht: die schwarzen Mercedes-Benz waren in den 60er- und 70er-Jahren "gebucht", wenn's um einen vorbildgerechten Repräsentanten des Taxi-Gewerbes ging. Das Thema "Taxi" zieht sich durch die Wiking-Chronologie wie ein roter Faden - auch das ist ein Stück Markenkontinuität, die Faszination schafft.

TATSÄCHLICH war Wiking bis Ende der 70er-Jahre modellbauerisch allein auf weiter Flur. Modelleisenbahner, Miniaturenfreunde oder Wiking-Sammler warteten Jahr um Jahr gespannt auf Neuheiten. Doch auch mit den neuen Wettbewerbern wie Herpa oder Brekina blieb Wiking in den 80er-Jahren in der Favoritenrolle. Jeder wusste, dass hier nicht das schnelle Geschäft mit einer Variantenflut gemacht werden sollte. Behutsamkeit, so heißt das Motto, dem Wiking bis heute treu geblieben. Und genau das ist der Garant für eine Markenaura, die ihresgleichen sucht. Modellfreunde finden an Wiking das Besondere - es die Brücke von der Historie zur Gegenwart.


Staatslimousine aus zwei Generationen: des Adenauers 300er und des Schröders Phaeton.

DAS SAMMELN rund um Wiking gestaltet sich indes so bunt wie die Vielfalt der Modelle selbst. Gesammelt wird, was gefällt. Die Themen Feuerwehr und Landwirtschaft, die Typen von Henschel über Mercedes Benz bis DKW. Oder aber einzelne Epochen. Hinzu kommen die Komplett-Sammler, die sich angesichts der nicht selten viele tausend Modelle zählenden Sammlung des Respekts aller sicher sein dürfen.
 ©wiking-story.de

Der Silberling im großen Maßstab: Der Normag wurde als Industriemodell gebaut.

Der Rungenauflieger mit Mercedes Pullmann-Zugmaschine mit Karmann Ghia Coupé, Borgward Isabella und DKW-Kombi. Die Modelle waren schlicht und passend in eine Zeit, die nichts unter der Reizüberflutung von heute litt. Dort genügten die schlichten Modelle mit ihren charakterprägenden Gravuren, um Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu begeistern.

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