DIE MODELLE. DIE HISTORIE. DER GRÜNDER. DAS AKTUELLE. DIE ANDEREN.
Die Ü-Eier. Die Lego-Anfänge. Die I.M.U.-Plagiate. Der Pilot-Kontakt.


  
 Das Pendant aus Dänemark    

 

Wie sich Modellchronologien ähneln: Die Miniaturen aus dem Haus Pilot waren in den ersten Jahren mit dem Wiking-Programm eng verbunden. Die Typengleichheit macht's deutlich. Der wesentliche Unterschied lag in der glänzenden Metallbereifung, die Hauptwettbewerber Lego später übernahm. Vor allem die satten Laufeigenschaften machten die Autos von "Pilot-Modeller" so begehrt.

 


   
 Nach Wiking-Muster
Der Däne Henning Cortsen
baute Schiffs- und Automodelle

BEREITS in den 30er-Jahren gab's erste Berührungspunkte zwischen Wiking und Pilot - die Gründer und Inhaber beider Unternehmen verband eine Herzensangelegenheit: die Seefahrt! Der Däne Henning Cortsen und Friedrich Peltzer trafen sich des öfteren und tauschten sich aus. Kurzum: Beide setzten mitte der 30er-Jahre auf den Schiffsmodellbau und blieben diesem auch bis in die Nachkriegsjahrzehnte hinein treu. Cortsen und Peltzer entwickelten Formen gemeinsam und tauschen diese bereits in den Vorkriegsjahren aus. Auf diese Weise konnten beide ihre Märkte besser bestücken und den technologischen Fortschritt sofort für beide Seiten nutzbar machen.

IN DEN Nachkriegsjahren folgte Henning Cortsen dem Beispiel Wikings und produzierte ebenfalls Automodelle. Die Besonderheit: Alle verfügten über glänzende Metallräder, zunächst messingfarben, später in silberglänzend. Die Laufeigenschaften und damit der Spielwert sprachen für sich - die Autos rollten, was das Zeug hielt. Offenbar hatte Pilot den Takt angegeben, Lego folgte mit Typen gleicher Bauart erst später. Das Programm der Marke Pilot startet bereits Anfang der 50er-Jahre mit zwei Dutzend wikingähnlichen Typen. Bis zur Einstellung der Produktion Anfang der 60er-Jahre sollte sich die Zahl der Produkte auf vier Dutzend erhöhen - bis auf wenige Ausnahmen blieben alle unverglast. Lediglich die Scheiben wurden wie bei Wiking gesilbert oder geweißt.

DER NAME Pilot, der im dänischen Sprachgebrauch soviel wie "Lotse" bedeutet und damit einen ebenso maritimen Hintergrund hat wie der Markenname Wiking, verschwand nach dem Marktaustritt nur allzu rasch aus der internationalen Modellszenerie. Das mag sicher vor allem an der weitgehend auf Dänemark beschränkten Distribution von Pilot-Produkten gelegen haben. Aber auch an den vorwiegend unverglasten Modellen, die bereits in den 60er-Jahren flächendeckend - auch beim Hauptwettbewerber Lego - durch verglaste Varianten ersetzt wurden.

DIE IDEELLE und lebenslang freundschaftliche Beziehung zwischen den Inhabern beider Marken macht Pilot zu einem attraktiven und überdies seltenen Modellthema, das in Deutschland nicht allzu viele Sammler verbinden dürfte. In Dänemark selbst gibt's es zahlreiche Enthusiasten, die den modellbauerischen Nachlass pflegen. Sogar das Technikse Museum widmete Pilot bereits eine umfangreiche Ausstellung. ©wiking-story.de

 

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