DIE MODELLE. DIE HISTORIE. DER GRÜNDER. DAS AKTUELLE. DIE ANDEREN.
Die Schiffe. Die Verkehrswelt. Die Berliner Villa. Die Zeit in Buer.


  
 Die einstige Adresse in Berlin-Lichterfelde   

 

        

50 Jahre lange war hier der Stammsitz von Wiking-Modellbau. Das einstige Brauereianwesen "Unter den Eichen 101" war Dependance, Ideenschmiede und Modellbauwerkstätte zugleich. Das Gemäuer wirkt ein wenig verschlafen - für die meisten Wiking-Freunde blieb es ein unerfüllter Traum, bis mitte der 80er-Jahren einen Blick hinter die Kulissen von Wiking geworfen zu haben.

 


   
 Mitarbeiter standen für die gemeinsame Sache
Blick hinter die Kulissen der alten Brauerei-Villa war tabu

DIE ZIEGELFASSADE hat etwas Herrschaftliches. Der mannshohe Eisenzaun zwischen Pfeilern schafft zusätzliche Distanz. Und dennoch nostalgische Gefühle. Wo heute die Lichterfelder „ihren Aldi“ besuchen, wurden bis 1986 Wiking-Modelle gebaut. Die Villa „Unter den Eichen 101“ hat die Geschichte der Modellbau-Marke seit den 30er Jahren mitbegleitet. Heute wird in Tempelhof produziert.

NUR SELTEN HATTEN Berliner Schulklassen Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen von Wiking-Modellbau zu werfen. Doch der Zutritt war für Gäste streng verboten! Dabei war die Neugierde stets riesig. „Unter den Eichen 101“ residierte Wiking Modellbau seit Ende der 30er-Jahre – erst als Mieter, später kaufte das Unternehmen die Immobilie, die einst in Brauereibesitz war. Spritzerei, Maschinensaal und natürlich die Büros von Verkauf, Buchhaltung, Modellbaumeister und Chef Friedrich Peltzer beherbergte das Haus. Dahinter in einem Anbau, der heute längst abgerissen und der Aldi-Erweiterung weichen musste, wurden die vielen hundert Stahlformen gebaut, die heute noch Sammlerspaß verbreiten.

FÜR DIE MEISTEN der begeisterten Wiking-Freunde war der Stammsitz in all den Jahrzehnten unerreichbar geblieben. Berlin im Status der geteilten Stadt galt für einen Tagesausflug aus Garmisch, Aachen oder Flensburg ob der Transithürden als ungeeignet. Und wem dann der Besuch in Berlin gelungen war, der blieb zumeist respektvoll vor den Eisentoren der Wiking-Residenz stehen. Noch heute erinnert die rostende Emaille-Hausnummer „101“ an jene Adresse, die auf hunderttausenden von Bildpreisleisten aufgedruckt war.

 TATSÄCHLICH ARBEITETE hier fast fünfzig Jahre lang eine „Wiking-Familie“, die zwar Distanz zum Chef hatte, aber das Unternehmen als zweites Zuhauses begriff. Man kannte sich und mochte die Arbeit. In den 80er-Jahre, als diese Epoche der Backsteinvilla zu Ende ging, waren die Gemäuer des Hauses längst in die Jahre gekommen. Heute wirkt das Bauwerk wie ein Wiking-Denkmal für all die Enthusiasten, die noch davon träumen, wie es gewesen wäre, wenn man früher vorbeigeschaut hätte... ©wiking-story.de

 

 

 

 

    Perspektiven des Stammsitzes   


Die Villa im Frühjahr

 Blick vom Innenhof auf den Maschinensaal

Der Weg zur Wohnung des "Chefs"


Einfahrt zum Hof - hinter diesem Fenster
vollendete Friedrich Peltzer sein Lebenswerk
Alles Fotos:
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